Selbst gekochtes Rotkraut zählt zu den beliebtesten Herbstrezepten aus Annemarie Wildeisens Repertoire. Bis der Kabis schön geschmort ist, braucht es zwar etwas Zeit, doch das Rotkraut lässt sich sehr gut tiefkühlen und ist so rund 8–10 Monate haltbar. Ein guter Grund also, gleich eine grössere Menge des mit Rotwein, Balsamico und Gewürzen verfeinerten Rotkrauts zuzubereiten.
FÜR 6-8 PERSONEN ALS BEILAGE
VORBEREITUNSGZEIT: 25 Minuten
KOCH-/BACKZEIT: 2 Stunden
1 kg Rotkabis/Rotkraut
1 Zwiebel
1 grosser Apfel z.B. Boskop
30 g Butter
½ dl Balsamico
4 dl kräftiger Rotwein
2 dl Gemüsebouillon
100 g Johannisbeergelee
4 Wachholderbeeren
1 Teelöffel Schwarzer Pfeffer
2 Nelken
4 Nelkenpfeffer
2 Lorbeerblätter
1 Teelöffel Salz
nach Belieben 1 Esslöffel Speisestärke
Den Rotkabis vierteln, grobe Strunkteile herausschneiden und das Gemüse fein schneiden oder hobeln.
Die Zwiebel schälen und fein hacken. Den Apfel schälen, vierteln, das Kerngehäuse entfernen und in Scheibchen schneiden.
In einer grossen Pfanne die Butter schmelzen. Zwiebel und Apfel darin andünsten. Dann den Rotkabis beifügen und unter Wenden 5 Minuten mitdünsten. Mit dem Balsamico, dem Wein und der Bouillon ablöschen sowie den Johannisbeergelee beifügen.
Wacholderbeeren, Pfeffer, Nelken, Nelkenpfeffer und Lorbeerblätter im Mörser anquetschen und in ein Gewürzsäcklein aus Mulltuch oder Baumwolle oder ein Tee-Ei füllen und mit dem Salz zum Kabis geben. Alles zuerst zugedeckt, dann mit leicht geöffnetem Pfannendeckel auf mittlerem Feuer 2 Stunden schmoren lassen; dabei regelmässig Flüssigkeit kontrollieren und wenn nötig etwas Wein oder Wasser nachgiessen. Am Schluss das Gewürzsäcklein entfernen und mit Salz final abschmecken. Wer möchte kann zum Schluss die vorhandene Flüssigkeit mit Stärke binden. Diese mit kaltem Wasser anrühren, zum Rotkraut geben und 5 Minuten mitkochen lassen.
Wer das Rotkraut mit mehr «Biss» mag, der lässt es weniger lange kochen.