Zitronen

Betörend würzig und zugleich sauer ist der Geschmack von Zitronen, was sie unentbehrlich zum Kochen und Backen macht.

Was man über Zitronen wissen muss   

Herkunft
Die ursprünglich aus Südostasien stammende Frucht ist eine Liaison zwischen der Zitronat-Zitrone, auch bekannt als Cedrat oder Zedernfrucht, sowie der Bitterorange. Seit dem 13. Jahrhundert wird die Zitrone auch im Mittelmeerraum kultiviert. Auch heute noch kommt ein Grossteil der Zitronen aus Italien und Spanien zu uns.

Sorten/Saison
Die immergrünen Zitronenbäume werden etwa 5 m hoch und tragen zweimal im Jahr Früchte. Nach ungefähr zwei Monaten sind die Früchte reif und können geerntet werden. Zitronen sind ganzjährig erhältlich, Hauptsaison sind aber immer noch die kälteren Monate.

Einkaufen/Aufbewahren
Ob die Schale einer Zitrone eher hell- oder dunkelgelb ist, sagt nichts über den Geschmack oder Saftgehalt der Frucht aus. Grüne Flecken auf der Schale haben ebenfalls nichts mit der Qualität zu tun, genauso wenig wie die Anzahl Kerne. Auch die Grösse der Früchte lässt keinen Rückschluss auf die Saftmenge zu. Hingegen kommt es auf die Grösse der Schalenporen an: Je kleiner diese sind, desto mehr Saft enthalten die Zitronen. Und Früchte, die sich etwas weich anfühlen, sind saftreicher als ganz harte.
Da Zitronen im Kühlschrank austrocknen, sollte man sie in einem luftigen Korb, am besten bei Temperaturen zwischen 10 und 15 Grad C° aufbewahren, dann halten sie in der Regel problemlos bis zu 4 Wochen. Man kann Zitronen aber auch tiefkühlen – im Ganzen, in Stücken oder auch einfach nur die Schale.

Vorbereitung/Verwendung
Das intensiven ätherischen Öle der Zitrone sind nur in der äussersten gelben Schicht der Schale enthalten. Je dünner die Zitronenschale ist, desto mehr Zitronenöl enthält sie. Wenn die Zitronen als unbehandelt bezeichnet werden, sind sie zwar nicht gewachst für eine längere Haltbarkeit, können aber trotzdem gespritzt sein. Deshalb unbedingt Bio-Zitronen wählen und die Schale vor dem Abreiben unbedingt heiss abwaschen. Ein Trick zum leichteren Auspressen von Zitronensaft: Zitrone mit leichtem Druck des Handballens auf der Arbeitsfläche hin und her rollen.
Ein Spritzer Zitronensaft rundet den Geschmack vieler Gerichte ab. In einer Vinaigrette oder Marinade kann er Essig ersetzen. Dünne Scheiben von rohem Fleisch oder Fisch werden durch das Einlegen in Zitronensaft zart und mürbe, quasi gegart. In salzarmen Diäten kann Zitronensaft ausserdem das Salz ersetzen. Zur Verwendung als Würzmittel lassen sich Zitronen auch in Salz und Essig konservieren. Und nicht zuletzt dient Zitronensaft der Farberhaltung von angeschnittenen Früchten und Gemüse, die sich durch längeres Liegen an der Luft bräunlich verfärben und unansehnlich werden.

So gesund
Zitronen gelten als Wunderwaffe gegen Grippe und Erkältungen und sind dafür bekannt, körpereigene Abwehrkräfte zu stärken. In 100 Gramm Zitrone sind 53 Milligramm Vitamin C enthalten, daneben aber auch reichlich Calcium, Magnesium und Eisen. Ausserdem wirken Zitronen basisch und antioxidativ.

Küchentipp
Da Vitamin C hitzeempfindlich ist, sollte man Zitronensaft wenn möglich erst am Schluss an ein Gericht geben oder zumindest mit einem grösseren Teil des Saftes frisch abschmecken.

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